Über mich

Biografisches Selbstgespräch

Ich höre oft, ich bin so schwer zu durschauen, kaum greifbar oder ähnliches. Vielleicht hilft euch ja mein biografisches Selbstgespräch. Vorweg: Ich komme ursprünglich aus der Nähe von Salzburg und bin  (Stand 12.5.2017) irgendwas zwischen 20 und 33 Jahren alt.

Warum ich auf die Bühne gehe?

Mit 8 Jahren habe ich Kindergeburtstage gerockt, indem ich das Fußballspiel von Werner Beinhart rezitierte. Damals habe ich gelernt, ich besitze ein Talent zur Unterhaltung. Ich bemühe mich, dieses zum Zwecke der allgemeinen Heiterkeit und zur kritischen Hinterfragung gesellschaftlicher Themen einzusetzen … und den Anteil meiner narzisstischen Selbstbefriedigung so gering wie möglich zu halten.

Wie lange ich das schon mache?

Seit über 16 Jahren fühle ich mich dazu befähigt, mich mit eigenen Texten auf Bühnen zu stellen und diese zu performen. Ursprünglich als Rapper, dann als Songwriter mit Gitarre. Seit 2011 circa habe ich mit der Mischung aus Poetry, Comedy, Schauspiel und Musik meine künstlerische Nische gefunden.

Du machst doch alles, aber nichts richtig.

Mag sein. Ich versuche mich konstant weiterzuentwickeln, indem ich mit neuen Formaten und Kontexten experimentiere. Ich bin ein Zwischenmensch, Interdisziplinarität ist meine größte Stärke. Ich finde es am Allerspannendsten, zwischen den Stühlen zu sitzen. So trainiert man die Überwindung der Schwerkraft.

Was ich studiert habe?

Nach einem kurzen Abstecher nach Wien und in die Theaterwissenschaften, habe ich in Salzburg Germanistik und Psychologie studiert. In Göttingen habe ich bei Prof. Annekathrin Schacht meine Dissertation zur mentalen Verarbeitung von verbalem Humor geschrieben.

Und keine Lust mehr auf Uni-Karriere?

Aktuell habe ich der wissenschaftlichen Karriere abgeschworen … oder mir eine kleine Auszeit gegönnt. Mal sehen. Ich vermisse die theoretische und wissenschaftliche Auseinandersetzung sehr. Ich hatte bloß oft Angst nicht „gut genug“ oder vor allem nicht diszipliniert genug zu sein für die Wissenschaft.

Was ich jetzt sonst so mache?

Ich arbeite zwischendurch als Werbetexter (gerne Freelance), aber ansonsten schlage ich mich in Berlin als Kleinkünstler, Liedermacher, Musik-Kabarettist, Poetry Slammer und so durch. Gemeinsam mit Elias Elastisch sind wir „Berliner Feinkost – große KLEINkunst“ und produzieren monatliche Bühnenshows, in denen sämtliche Teildisziplinen des Varieté Theaters miteinander kombiniert werden. Seit 2016 betreibe ich auf dieser Homepage auch den sprachwissenschaftlich-psychologischen Blog „Und wieder stirbt ein Frosch“, in dem ich über relevante Fragestellungen zu Humor schreibe. Ja, der ist bisschen eingeschlafen. Aber 2017 wird der wieder aktiv.

Welche Sprachen ich spreche?

Ich spreche österreichische Dialekte (z.B. Boarisch), ein astreines Werner Beinhartisches Nordländisch, Schwyzerdütsch, zumindest das, was Hochdeutsche dafür halten, Englisch und Deutsch mit diversen Akzenten, Italienisch, Französisch, Schwedisch und auch Spanisch, wenn man Italienisch mit spanischer Aussprache dazuzählt. Aktuelle Mission: Sächseln lernen.

Was zeichnet mich noch aus?

Ich gehe gerne Bouldern, liebe spannende Diskussionen bei Bier oder Wein, bin aber auch nächtlichen Tanzveranstaltungen nicht gänzlich abgeneigt. Ich bin großer Cineast und Seriensüchtler und halte mich für unschlagbar bei Mariokart64. Von meiner Mutter habe ich gelernt ausgezeichnet Topfenknödeln zu machen.

Mein peinlichstes Geheimnis: ich stehe auf dumpfbackene Sportkomödien a la Jerry Maguire. Mein aktuelles Lebensziel (ok für diesen Sommer zumindest noch) ist es, stabil mit 5 Bällen zu jonglieren (Update: geschafft!). Ich bin optimistisch bis in die Haarspitzen, auch wenn mich die Tatsache, dass Clickbaiting tatsächlich funktioniert, manchmal schon ein bisschen den Glauben an die Menschheit verlieren lässt. Und ja, ich rauche Nil-Zigaretten, hauptsächlich um mein eigenes Klischee zu komplettieren.

Ansonsten halte ich mich für ein ordentlich funktionierendes Mitglied der Gesellschaft und glaube an Zivilcourage und an die reinigende Kraft direkter und ehrlicher Kommunikation. Meine Mami findet übrigens, ich bin etwas ganz Besonderes. Und karmatechnisch stehe ich meines Erachtens nach auch prima da.